Verschwommenes Bild von einem Gebäude mit Prof des Altags Siegel

Profi des Alltags

Jörg Grad - 60 Jahre DKA

18.08.2022 — Extrem cooler Jahrestag: Jörg Grad vom Dresdner Kühlanlagenbau feiert sein 60. Dienstjubiläum

Ein Dienstjubiläum von 60 Jahren ist wirklich ein ganz besonderes Ereignis – bereits seit 1962 ist unser Profi des Alltags Jörg Grad bei der Dresdner Kühlanlagenbau GmbH aktiv!
DKA ist eines der führenden Unternehmen im Bereich kälte- und klimatechnischer Anlagen, bildet einen wichtigen Teil unserer Technical Solutions und gehört seit 2013 zu Dussmann.
Im Interview berichtet Anlagenbaumonteur Jörg Grad von der größten Herausforderung seiner langen beruflichen Karriere. Und hat ein paar Tipps für seine jungen Kolleginnen und Kollegen parat.

Herr Grad, 60 Jahre Dresdner Kühlanlagenbau – das ist ein ganzes Leben im Dienst des „DKA-Eisbären“. Wie sind Sie 1962 zum Unternehmen gekommen? Und warum haben Sie sich gerade für Kälte- und Klimatechnik entschieden?
Als ich ein kleiner Junge war, arbeitete meine Mutter im örtlichen Lebensmittelgeschäft. Dort war ein großes Kühllager angeschlossen, das mich immer schon faszinierte. Mehrmals in der Woche besuchte ich meine Mutter und fast immer kamen Monteure, die in diesem Kühllager arbeiteten. Ich habe mich daraufhin für eine Ausbildung beim Kühlanlagenbau beworben, wurde aber abgelehnt. Daraufhin habe ich meine Lehre als Maschinenschlosser – so hieß das damals – bei einem anderen Unternehmen abgeschlossen. Im zweiten Anlauf und mit dem Gesellenbrief in der Tasche klappte es dann schließlich auch beim Kühlanlagenbau Dresden.

Ihr erster Lohn waren 1,53 Mark pro Stunde. Was haben Sie sich damals von Ihrem ersten eigenen Geld gekauft?
So genau kann ich mich daran gar nicht mehr erinnern. Ich glaube aber, meinen ersten Lohn habe ich zum Großteil als Kostgeld an meine Eltern abgegeben. Damals kannte ich meine Frau noch nicht und habe noch zu Hause gewohnt.

Was war Ihre größte berufliche Herausforderung?
Da muss ich nicht lange nachdenken: 2006 durfte ich als Bauleiter nach Moskau reisen, um dort die Kälteanlage in einem riesigen GLOBUS-Markt zu montieren und in Betrieb zu nehmen. Der war so groß, wie ich hier in Deutschland noch keinen Supermarkt gesehen habe. Insgesamt dauerte der Bau fast ein halbes Jahr.

Was war Ihr aufregendstes Projekt?
Auch hier ging es ins Ausland. Als wir damals den ersten großen Lebensmittelmarkt in Polen in Betrieb nahmen, war ich als junger Servicemonteur dabei. Aber auch nur, weil ich zuvor eine große Klappe hatte: Wir saßen freitags bei der Mittagspause zusammen, als mein damaliger Chef zur Tür hereinkam. Er erzählte, dass es auf der Baustelle gar nicht voran ging und ich konterte, dass man nur die richtigen Leute bräuchte. Nun ja… am darauffolgenden Montag saß ich dann schon im Auto Richtung Polen.

Seit Ihrer Rente haben Sie etwas Kostbares gewonnen: Zeit. Womit verbringen Sie Ihre freie Zeit am liebsten?
Meine Frau und ich gehen oft wandern. Vor allem aber reisen wir sehr gern. Wir sind große Amerikafans. In den letzten Jahren waren wir in Peru, in Kanada und mehrfach in den USA.

Warum arbeiten Sie auch im Ruhestand noch gern für den Dresdner Kühlanlagenbau?
Ich unterstütze immer noch gern die Kollegen und schätze die Zusammenarbeit mit meinem Bereichsleiter. Und woanders zu arbeiten wäre ja auch Quatsch.

Gibt es noch einen oder mehrere Kunden aus der Anfangszeit?
Leider nicht. Ich war ja nun bis Mitte der neunziger Jahre als Servicemonteur tätig. Meine Kunden von damals, vor allem die vielen Bäcker und Fleischer entlang der Straßen, gibt es alle nicht mehr. Das ist sehr traurig.

Mit Ihrem Erfahrungsschatz: Welchen Rat/Tipp würden Sie den jungen Kollegen von Dussmann Technical Solutions für den Berufsstart geben?
Für unseren Beruf muss man körperlich fit sein, da die Arbeit oft anstrengend ist. Ich habe von Anfang an auf meine Gesundheit und meinen Körper geachtet. Beispielsweise habe ich mir schon früh eigene Knieschoner und Arbeitsschutzausstattung besorgt, als es das eigentlich noch gar nicht gab.

Aus welchem Grund halten Sie unserem Unternehmen bis heute die Treue?
Einerseits war und ist das die persönliche Beziehung zu meinen Kollegen, aber andererseits wollte ich auch immer in der Region bei meiner Familie bleiben. Außerdem: Was man hat, weiß man. Was man bekommt, weiß man nicht.

Lieber Herr Grad, wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute und sind sehr stolz darauf, dass Sie „dem Eisbären“ über so viele Jahre die Treue gehalten haben.

Das Interview führte Isabel Liliensiek.

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